Der Vortrag von Kristin Richter

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Video Teil 2 

Online Kongress 2019

Mein Name ist Kristin Richter, ich bin 29 Jahre alt und wohne im wunderschönen sächsischen Vogtland, 

Pferde sind schon seit meinem 13. Lebensjahr meine große Leidenschaft. 

Wie die meisten habe ich anfänglich Erfahrungen mit der englischen Reitweise gemacht. Mit meiner damaligen Reitbeteiligung, einer Araber-Stute, kam ich damit jedoch schnell an meine Grenzen. Ich musste mich neu orientieren und lernte die Lehren der "Freizeitreiterakademie" von Claus Penquitt kennen. Viele Jahre konnte ich damit persönliche Erfolge erzielen und die Pferde, die mir anvertraut wurden, gesund ausbilden. 

Im Jahr 2012 verliebte ich mich in mein erstes eigenes Pferd, einen stolzen Friesen. Er war anders, als die anderen Pferde, die ich bis jetzt geritten hatte. Wieder musste ich mir Alternativen überlegen und stieß auf andere Lehren, aus denen ich mir das mitnahm, was ich als nützlich für mein Pferd empfand. Besonders in Erinnerung geblieben, ist mir die Bewegungslehre von Eckard Meyners. 

Anfang 2017 kaufte ich mir eine polnische Warmblut-Stute. Durch Sie lernte ich, dass Zuhören ebenfalls sehr wichtig ist. Sie ist ein sehr sensibles Pferd, das Probleme anfänglich sehr subtil kommuniziert. Ihre Reaktionen deuten und angemessen reagieren zu können, hat ein sehr starkes Vertrauensverhältnis zwischen uns geschaffen. Um ihre Ausbildung unter dem Sattel weiter zu verbessern, befasste ich mich mit den Lehren von Philippe Karl und begann meine beiden Pferde danach auszubilden. 

Kristin Richter bei der Calm Horse Academy

Kristin Richter

Anfang 2018 entschloss ich mich mein Hobby zum Beruf zu machen und habe eine Trainerausbildung bei Michael Geitner absolviert. Die blau - gelbe Welt hatte mich schon über Jahre hinweg fasziniert und angezogen. Die Ausbildung lehrte mich, wie wichtig ein konsequenter Umgang mit den Pferden ist. Außerdem erkannte ich, dass die Pferdeausbildung mit Plan viel erfolgreicher und effektiver ist, als all das, was ich bisher kennengelernt hatte. 

In den ersten Monaten als Trainerin endeckte ich meinen Hang zu problematischen Pferden. Ich erkannte, dass (Problem-)Pferde Hilfe benötigen. Hilfe, damit die Besitzer wieder mit ihnen umgehen können und ihre Pferde wieder lieben lernen. Damit ermögliche ich den Pferden wieder ein Leben ohne Stress und Konfrontation zu führen. Ja, ich schreibe ganz bewusst, dass ich den Pferden helfen möchte. Denn dass eigentliche Problem sind oft die Besitzer und deren Verhalten dem Pferden gegenüber (so hart das klingt und so wenig diese das häufig hören möchten). Pferde sind keine Kuscheltiere. Sie wollen nicht vermenschlicht werden und brauchen klare Grenzen. Das alles schließt einen liebevollen und respektvollen Umgang mit dem Partner - Pferd nicht aus. Allerdings bedeutet Respekt eben auch das Pferd entsprechend seiner Natur zu behandeln. Also folgte ich dieser Berufung und begann verstärkt Problempferden und ihren Besitzern zu helfen. Eine sehr sehr dankbare Aufgabe. 

Für meine Kunden bin ich in Sachsen und Thüringen mobil unterwegs. Ich gebe Einzelstunden, Kurse und Intensivseminare für Equikinetic, Dual-Aktivierung und Problempferdetraining. Ich freue mich über jeden, der einen anderen Weg einschlagen möchte, alte Gewohnheiten ablegen will und sich neu und pferdefreundlich orientieren möchte. Ich bin davon überzeugt, dass der Umgang mit dem Pferd ein ständiger Lernprozess ist, der nie aufhören sollte, ja nie aufhören darf...

About the Author

Calm Horse Academy ist ein Herzensprojekt. Es geht hier nicht um schneller, höher oder weiter. Die Entschleunigung in der Ausbildung und das Verstehen des großen Ganzen liegt uns sehr am Herzen. Der Schwerpunkt unserer Akademie liegt nicht beim Reiten allein. Reitkunst ist viel mehr als das, es geht um Balance, Leichtigkeit, Takt und Gefühl...

  • Carolin sagt:

    Schöner Beitrag, hätte mich aber zu mehr Infos über Equikinetic gefreut. Man hört ja, dass da auch ein Intervalltraining zugehört. Da hätte ich gern etwas zu gehört von dir!
    Danke!

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