Oktober 22

Der Vortrag von Akki Schubert

Video Teil 1 

Video Teil 2 

Die Qual der Wahl: Methoden in der Ausbildung von Pferden

Als Pferdebesitzer steht man gerade bei der Grundausbildung von Pferden vor der Qual der Wahl. Es scheint hunderte verschiedene Methoden zu geben, um ein Pferd auszubilden. Und alle suggerieren, dass nur sie die einzig Richtige sei, um ein Pferd auf ein langes, gesundes Reitpferdeleben vorzubereiten.

Um die „richtige“ Wahl zu treffen, ist vor allem eines wichtig: Sich als Pferdebesitzer selbst zu fragen, was ich eigentlich von meinem Pferd will? Häufig höre ich als Trainerin, dass das Pferd möglichst „glücklich und zufrieden“ sein soll. Dann ist die Lösung einfach: Wir stellen unsere Pferde einfach auf eine riesige Fläche, stellen Anreize für Bewegung, Futter und Wasser zu Verfügung und freuen und über unsere glücklichen Pferde. 

Dieser Ansatz ist nicht ganz das, was wir uns wirklich vorstellen. Seien wir mal ehrlich: Neben einem glücklichen und zufriedenen Pferd möchte ich noch meine menschlichen Bedürfnisse unterbringen. So möchte ich eventuell einen ausgeglichenen Freizeitpartner, ein gelassenes Familienpferd oder einen ambitionierten Sportler. Und das ist gut so: Unsere heutigen Pferde sind nämlich auf genau diese Merkmale gezüchtet. 

Wenn ich also ehrlich die Frage nach dem „Was will ich“ beantwortet habe, kann ich mich als Pferdebesitzer den angebotenen Ausbildungsmethoden zuwenden. Was spricht mich am meisten an? Welche Probleme habe ich, die ich aktuell lösen möchte? 

An diesem Punkt komme ich meist an eine Weggabelung: Ich kann meine Problemstellungen mit dem Pferd auf die klassische Art lösen und wende mich einem Trainer zu, der englischen oder Westernunterricht anbietet. Dann habe ich die Möglichkeit, einen alternativen Weg zu gehen: Ich entscheide mich für negative oder positive Verstärkung und suche mir für die jeweilige Methode einen Trainer.

Akki Schubert

Auch an diesem Punkt kann der Mensch nichts falsch machen. Ich betone es gern immer wieder: Probiert alles aus, was euch interessiert! Es schadet nicht, eurem Pferd mit einer kompetenten Person an der Seite bestimmte Dinge beizubringen. Ob ihr erfolgreich seid, seht ihr am Ergebnis des Trainings. Hat das Pferd vor dem Training gezwickt und tut es das nach dem Training nicht mehr? Erfolg auf ganzer Linie! Hat es gelernt, den Reiter ausbalanciert zu tragen? Wieder Erfolg! 

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Mein Tipp: Nachdem ihr einen Trainer ausgewählt habt, setzt euch gemeinsam realistische Trainingsziele. Fragt den Trainer eurer Wahl, wieviel Zeit er für dieses Ziel veranschlagt. Und überprüft selbst, ob nach einigen Wochen oder Monaten das Ziel näher rückt oder ihr auf der Stelle rumdümpelt. 

Das Schöne ist: Wir machen keine Fehler, sondern lediglich Erfahrungen. Für jeden zählt ein anderes Ziel, jeder hat seinen eigenen Weg. Solange wir daraus lernen, hat sich der Trainer und seine Methode bezahlt gemacht.    



  • Ich kann die Videos nicht schauen, da sie privat sind? Habe den Euro bezahlt, mein Passwort scheint nicht gültig zu sein, ein neues Passwort kann ich mir nicht zusenden lassen, weil meine Emailadresse anscheinend nicht registriert bin (kriege trotzdem alle Mails von euch).

  • Hallo Akki. Mir hat dein Vorschlag gut gefallen. Hast du noch einen Tip zum thema Motivation. Meine Stute ist das Modell energiesparer und man hat eigentlich immer das Gefühl, dass sie mit’macht weil sie muss und nicht weil sie möchte.. Ich belohne mit Futter und durch Pause. Was macht noch Sinn? Vielen Dank.

  • Hallo liebe Akki. Es ist schön wieder etwas von Dir zu hören! Ich persönlich bin nicht so der Blogleser 😉 Aber ich habe mir den Vortrag sehr gern angehört! Liebe Grüße, Mona

  • Ich hätte Akki Schuberts Interview so gerne gesehen! Genau über dieses Thema zwebreche ich mir oft den Kopf. Ich habe es wohl leider verpasst, ist es bereits offline? Werden die Videos nochmal online gestellt oder habe ich keine Chance mehr?

  • Hallo Akki, danke für deinen Vortrag, hat mir sehr gut gefallen. Auch nach über 40 Jahren Erfahrung mit Pferden lernt man nie aus! Es ist so schön zu sehen, in welche Richtung sich der Umgang mit dem Pferd entwickelt. Man muß sich kontinuierlich immer wieder selbst reflektieren, darf aber auch nicht zu streng zu sich selbst sein. Mein Ergo.
    Weiter so!

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